Behind the scence

November 17, 2019

  • Wie habe ich mit Instagram angefangen?

Ehrlich gesagt hatte ich nie das Ziel einer großen Social Media Karriere. Ich hätte nie gedacht, dass ich der Typ für so etwas bin. Viel mehr hatte ich das Bedürfnis, kurz vor meinem ersten Wettkampf in der Bikiniklasse, mich mitzuteilen, mit der Hoffnung auf mehr Verständnis für diesen Sport und vielleicht auf Gleichgesinnte zu treffen.

Ich habe für mich beschlossen dort ganz offen meine Gedanken zu teilen und ja auch Zuspruch zu bekommen, denn diesen braucht jeder. Ich nahm den kleinen Kreis der Menschen, die mich verfolgten, mit auf meine Reise und erhielt mehr Feedback als ich mir zu diesem Zeitpunkt je hätte vorstellen können. Es tat gut verstanden zu werden und einen Motivationsschub von außen zu bekommen. Es hat mir Kraft gegeben dran zu bleiben und nicht aufzugeben. Gleichzeitig hatte man vermutlich aber auch mehr Druck, zumindest ging es mir so, eine gute Leistung zu erbringen und dem gerecht zu werden was vielleicht erwartet wird.

Auf die Details meines Wettkampfes gehe ich in einem anderen Blogartikel gerne genauer ein. Tatsache war, ich entschied mich auch nach meiner Wettkampfsaison dafür weiter zu machen und die Menschen mit durch mein Leben zu nehmen. Ich wusste nicht wie lange ich das noch machen möchte, was mein Ziel damit war und was überhaupt damit möglich war. Jedenfalls kam der Zeitpunkt an dem das „Selfie“ im Spiegel meines Fitnessstudios nicht mehr ausreichend für meine wachsenden Ansprüche an meinen Feed war, ich begann immer mehr Zeit und Mühen zu investieren und befasste mich mehr und mehr mit dem Bearbeiten von Fotos, möglichen Fotolocations und mit dem Algorythmus von Instagram, der mir wohl bis heute ein Rätsel geblieben ist. Ich kannte niemanden, der das gleiche wie ich machte, den ich um Rat fragen konnte. Ich gab einfach mein Bestmöglichstes und ich hatte vor allem Spaß an dem was ich tat.

  • Meine ersten Kooperationen

Ich glaube ich habe Freudensprünge gemacht als die erste E-Mail einer Firma in meinem Postfach gelandet ist. Es war der Zeitpunkt, an dem ich realisiert habe, dass man durch Social Media etwas verdienen kann, dass es doch anscheinend wirklich ein „Job“ ist. Ich spreche nicht vom „großen Geld“, es waren nur ein paar Supplemente, allerdings war es für mich eine Menge und bestärkte mich darin weiter zu machen. Später folgten feste Verträge mit Firmen. Es vergingen ca. eineinhalb Jahre, in denen ich mich weiter entwickelt habe. Der Sport war weiterhin ein großer Bestandteil meines Lebens und dies änderte sich zu keinem Zeitpunkt. Es kamen Momente in denen ich abwägen musste ob die Zeit und Mühen, die ich investierte, dass rechtfertigte was ich zurückbekommen habe. Wäre es nach meinen Eltern gegangen hätte die Antwort „Nein“ gelautet. Neben meinem Beruf als Gesundheits- und Krankenpflegerin entschied ich mich ein Studium im Bereich Fitness und Gesundheit zu beginnen. Aus anfänglichen ein bis zwei Stunden pro Tag kam die Zeit für zusätzliche Fotoshootings, das Bearbeiten von Videos und Fotos. Als Instagram die „Story-Funktion“ einrichtete war auch dies eine Möglichkeit zur Unterhaltung der Follower und Content zu bringen. Hinzukommen das Beantworten von E-Mails, Nachrichten, Kommentaren, etc. Außerdem meine eigenen stets wachsenden Ansprüchen an mich selbst, dass zu verkörpern was ich täglich den Menschen versuche mit auf dem Weg zu geben. Es dauerte bis ich meine Routine gefunden hatte. Ich weiß nicht mal ob ich sie bis heute wirklich gefunden habe, ich bin zumindest besser darin geworden. Übung macht den Meister.

Zählt man nun die benötigte Zeit für den Job, Social Media und das Vollzeitstudium, das tägliche Training und die entsprechende Ernährung und die eigenen Anforderungen zusammen, bleibt nicht mehr viel übrig. Trotz Gegenwind von Partner und Familie entschied ich mich dafür mein Studium nicht mehr fortzuführen. Dies mag für manche als „dumm“ erscheinen, für mich war es jedoch die richtige Entscheidung denn sonst würde ich heute nicht da stehen wo ich heute bin. Ich spreche dabei nicht nur davon das ich Instagram mit meinem Hauptjob auf eine Ebene, wenn nicht sogar eine Ebene darüber stellen kann, sondern auch davon, dass ich dankbar bin diesen Leben aktuell so zu führen, dankbar für all die tollen Menschen, die ich vermutlich nie kennen gelernt hätte und mittlerweile eine große Rolle in meinem Leben spielen.

Ich bin jung, wir leben in einer Welt voller Möglichkeiten, heutzutage sind keine Grenzen gesetzt, man muss es nur wollen und man muss bereit sein auch etwas dafür zu tun.

  • Berufsbezeichnung „INFLUENCER“

Nach und nach erhielt ich mehr Anfragen für mögliche Zusammenarbeiten, trotz der Verlockung kann ich hundertprozentig sagen, mir selbst immer treu gewesen zu sein. Authentizitätsteht über allem. Vielleicht hätte ich schon früh bereits mehr Geld verdienen können, jedoch hätte ich mich dem Bewerben von Produkten, hinter denen ich nicht stehe, definitiv nicht identifizieren können. Ich mochte den Begriff „Influencer“ eigentlich noch nie, jedoch war ich es irgendwie geworden und dieser Beruf hat viele positive Seiten, die ich sehr schätze und nicht missen möchte. Es ist meine Leidenschaft geworden und meine Motivation sind die Menschen, die ich mit dem was ich tue begeistern kann. Gleichzeitig trägt man eine große Verantwortung, die nicht zu unterschätzen ist. Influencer zu sein bedeutet nicht nur eine Werbefigur zu sein, zu Reisen, tolle Events zu besuchen und Sachen umsonst zu bekommen, es bedeutet genauso gleichzeitig Motivator zu sein, positive Energie zu verbreiten, stets kreativ zu sein und teilweise sogar Psychologe, Buchhalter, Fotograf, Koch, etc. zu sein.

Ich erhalte oft die Frage wie man eigentlich Influencer wird. Vermutlich gibt es viel zu wenig Aufklärung und die meisten habe eine mangelnde Vorstellung was dieser Job beinhaltet. Die Antwort auf die Frage lautet vermutlich einerseits den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, es nicht zwanghaft und zu verkrampft zu wollen, sein eigenes Ding zu machen und sich damit abzuheben.

Abschließend möchte ich sagen, dass ich das was ich tue liebe, ich könnte mir zum aktuellen Zeitpunkt kein anderes Leben mehr vorstellen. Ich sehe es als meine Aufgabe mit dieser Reichweite die ich habe, auch wenn diese in der großen Welt doch am Ende ganz klein ist, die Welt ein wenig besser zu machen. Ich habe bereits so viel mitnehmen können, mich besser kennen gelernt und bin daran gewachsen. Das Wichtigste ist, dass der Spaß am interagieren, am motivieren und inspirieren nicht verloren geht. Wohin mich mein Weg mich noch führen wird weiß ich noch nicht, was ich jedoch sicher weiß ist, dass ich glücklich mit meiner Arbeit sein möchte und das habe ich bereits geschafft.

Liebe Grüße,

Eure Lena ❤️

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